Gewinner 2011
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Fernsehen
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1. Preis: Dominik Stawski
"Mission Heimat" (Süddeutsche Zeitung)
Dominik Stawski porträtiert den Bundeswehroffizier Tareq Hakim, der sieben Jahre alt war, als er mit seinen Eltern aus Kabul floh. In Deutschland muss die ehemals wohlhabende Familie mit dem sozialen Abstieg kämpfen. Dennoch macht Sohn Tareq das Abitur und schlägt eine Offizierskarriere bei der Bundeswehr ein. Als deutscher Soldat kehrt er in sein Heimatland zurück – eine schwierige Mission. Dominik Stawski ist 27 Jahre alt und hat an der Universität Eichstätt-Ingolstadt Journalistik studiert. Der Bergisch Gladbacher ist Absolvent der Journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach journalistischen Anfängen, unter anderem beim Kölner Stadt-Anzeiger, führten ihn Praktika ins ARD-Studio Washington, zum WDR und ins Politik-Ressort des Spiegel. Stawski hat Anfang 2011 sein Volontariat bei der Süddeutschen Zeitung abgeschlossen. Anschließend arbeitete er als freier Journalist für den NDR und den Stern. Seit Oktober 2011 ist er Redakteur beim Stern im Ressort „Deutschland und Gesellschaft“.
1. Preis: Dominik Stawski
"Mission Heimat" (Süddeutsche Zeitung)
2. Preis: Frauke Lüpke-Narberhaus
"Ali und die 40 Rentner" (spiegel online)
Alihan Solak gehört zu jenen Jugendlichen, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht haben. Der 18-Jährige kann lediglich einen Hauptschulabschluss vorweisen – und gilt daher als schwer vermittelbar. Jetzt hat er jedoch einen Ausbildungsplatz gefunden: Altenpfleger. Kein Traumjob, aber für Ali offenbar genau das Richtige. Frauke Lüpke-Narberhaus hat ihm einen Tag lang über die Schulter geschaut. Die 28-jährige Frauke Lüpke-Narberhaus hat in Münster und Stockholm unter anderem Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Skandinavistik studiert. Die gebürtige Osnabrückerin ist Absolventin der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung und hat im Jahr 2010 die Redakteursausbildung an der Hamburger Henri-Nannen-Schule abgeschlossen. Während ihres Studiums arbeitete sie als freie Autorin für Welt Kompakt und spiegel online. Inzwischen ist sie Redakteurin bei spiegel online.
2. Preis: Frauke Lüpke-Narberhaus
"Ali und die 40 Rentner" (spiegel online)
3. Preis: Alice Ahlers
"Wir sind besser als unser Ruf" (Kölner Stadt-Anzeiger)
Die Autorin Alice Ahlers hat über mehrere Monate hinweg eine Kölner Hauptschule besucht. Sie ist auf engagierte Lehrer getroffen und auf Schüler, die aus allen Ecken der Welt kommen und davon träumen, Arzthelferin oder Eisdielenbesitzer zu werden. Am Ende müssen die Schüler jedoch mit vielen Vorurteilen kämpfen, und nur die wenigsten von ihnen bekommen nach dem Schulabschluss eine Lehrstelle. Die 32-jährige Alice Ahlers hat an der Universität in Köln Germanistik und Romanistik auf Lehramt studiert. Statt eine Karriere als Lehrerin einzuschlagen, hat die gebürtige Kölnerin jedoch bereits während ihres Studiums journalistische Praktika gemacht – unter anderem bei der Kölner Stadtrevue und der Westdeutschen Zeitung. 2007 hat sie ein Volontariat beim Kölner Stadt-Anzeiger absolviert und danach als freie Mitarbeiterin für das KSTA-Ressort „Magazin/Panorama“ gearbeitet. Inzwischen ist sie Redakteurin bei der Berliner Zeitung/Frankfurter Rundschau, im Ressort „Wissen und Bildung“.
3. Preis: Alice Ahlers
"Wir sind besser als unser Ruf" (Kölner Stadt-Anzeiger)
3. Preis: Jan-Martin Wiarda
"Sie schaffen es" (Die Zeit)
Jan-Martin Wiarda beleuchtet das Projekt „Stark“ – eine deutschlandweit einmalige Initiative, die Einwandererkinder an Berliner Hauptschulen unterstützt. Die Stipendiaten aus den zum Teil ärmsten Vierteln Berlins erledigen zusammen mit ihren „Stark“-Mentoren Hausaufgaben, erzählen von ihrem Schulalltag und schmieden Zukunftspläne. Darunter ist der 17-jährige Habib, der mit seiner alleinerziehenden Mutter und drei Geschwistern in einer Sozialwohnung lebt und unbedingt etwas aus seinem Leben machen will. Der 35-jährige Jan-Martin Wiarda hat in München und North Carolina unter anderem Politologie und Journalismus studiert. Zudem hat der gebürtige Osnabrücker sich an der Münchner Journalistenschule zum Redakteur ausbilden lassen. Währenddessen arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Zeit, den Tagesspiegel und die Süddeutsche Zeitung. Im Anschluss an seine Ausbildung folgte eine Anstellung als Jungredakteur bei der Zeit. Nach einem kurzen Intermezzo bei der Financial Times Deutschland kehrte er 2007 zur Zeit zurück, um seitdem dort als Redakteur im Bildungsressort „Chancen“ zu arbeiten.

Sonderpreis: Mehmet Ata
Serie „Wenn die Fremde zur Heimat wird“ (Express Köln)
Anlässlich des vor 50 Jahren abgeschlossenen Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei hat Express-Autor Mehmet Ata die Lebensgeschichten von Deutsch-Türken in der ersten, zweiten und dritten Generation aufgespürt und in einer sechsteiligen Serie für die Leserschaft des Kölner Express’ aufbereitet. Info-Boxen ergänzen die Serie – unter anderem erfahren die Leser darin, wie oft der Name Yilmaz im Telefonbuch auftaucht, und was die erste Studie über Ausländer in Köln so alles enthüllte. Der 29-jährige Mehmet Ata hat an der Universität Duisburg-Essen Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Geschichte studiert und im Anschluss an der Siegener Universität promoviert – mit dem Thema „Die Mohammed-Karikaturen in deutschen und türkischen Medien“. Seine journalistischen Stationen führten den Bochumer unter anderem in die deutsch-türkische Redaktion der dpa, in das Politik-Ressort des Tagesspiegel und in die Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung. Seit 2010 volontiert Ata beim Kölner Express.
Sonderpreis: Mehmet Ata
Serie „Wenn die Fremde zur Heimat wird“ (Express Köln)